Der Energiemarkt verändert sich rasant. Unternehmen sehen sich mit steigenden Kosten, strengeren Nachhaltigkeitsanforderungen und Netzengpässen konfrontiert, die den Ausbau oder die Rückspeisung behindern. Mit „Battery-as-a-Service“ (BAAS) führt Boltainer eine Lösung ein, die Flexibilität und Sicherheit vereint: keine großen Vorabinvestitionen, dafür aber sofortige Vorteile durch intelligente Batteriespeicher.

Auf einen schwankenden Energiebedarf reagieren

Bisher hatte ein Unternehmen zwei Möglichkeiten: eine Batterie zu kaufen oder vorübergehend zu mieten. Der Kauf ist langfristig am rentabelsten, erfordert jedoch eine erhebliche Investition und Fachwissen. Das Mieten ist oft zu teuer und in seiner Einsatzmöglichkeiten eingeschränkt.

Viele Unternehmen haben jedoch einen schwankenden Energiebedarf. Man denke beispielsweise an eine Bäckerei, die nur im Dezember mehr Leistung benötigt, oder an ein Logistikunternehmen, bei dem es beim Laden von Elektro-Lkw zu Spitzenlasten kommt. Eine Batterie, die den Rest des Jahres ungenutzt bleibt, kommt daher nicht in Frage.

Mit BAAS lösen wir dieses Problem: Kunden beziehen flexibel Batteriekapazität, abgestimmt auf ihre jeweilige Situation und den jeweiligen Zeitraum.

Seit seiner Gründung hat Boltainer mittlerweile mehr als 120 Projekte realisiert, die von Landwirten und der Industrie bis hin zu namhaften Unternehmen wie ASML, Jumbo und BP reichen.

Netzüberlastung als treibende Kraft

Was ist der größte gemeinsame Nenner all dieser Projekte? Netzüberlastung. Unternehmen erhalten oft keinen leistungsstärkeren Anschluss oder dürfen ihre erzeugte Solarenergie nicht vollständig ins Netz zurückspeisen. Die Container-Batterien von Boltainer – bestehend aus sicheren LFP-Batteriezellen und gesteuert durch intelligente Software – bieten hierfür eine Lösung. Sie speichern Energie vorübergehend und speisen sie zu Zeiten wieder ein, in denen es sich tatsächlich lohnt.

Dabei arbeitet Boltainer mit dem Schwesterunternehmen BBOLT zusammen, das mithilfe von Algorithmen und Handelssoftware die Batterie intelligent auf Märkten wie EPEX und dem Ausgleichsmarkt einsetzt.

Beispiele aus der Praxis

  • BP-Tankstelle Woerden: Hier wurde eine Batterie mit einer Kapazität von 1 MWh installiert, um drei Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge mit Strom zu versorgen, ohne das Stromnetz zu überlasten.
  • Möbelfabrik in Hulst: hat fünf Industriebatterien mit einer Gesamtkapazität von 1,1 MWh installiert. In Kombination mit 3.000 Solarmodulen und einer eigenen Holzabfallverwertungsanlage ist das Unternehmen nun weitgehend autark und auf dem Energiemarkt aktiv.

Darüber hinaus arbeitet Boltainer für Transportunternehmen, Kaffeeröster, Bauunternehmen und Landwirte, die ihre nachhaltige Energie intelligenter nutzen möchten.

Battery-as-a-Service (BAAS)

Im Oktober führt Boltainer BAAS ein: ein flexibles Abonnementmodell, bei dem Kunden keine großen Investitionen tätigen müssen. Sie zahlen einen festen monatlichen Betrag für die Batteriekapazität – die monatlich flexibel genutzt werden kann – inklusive Installation, Wartung und Service.

Für saisonabhängige Betriebe, wie beispielsweise eine Bäckerei, die nur im Dezember zusätzliche Leistung benötigt, ist dies ideal. Die Batterie wird bei Bedarf optimal genutzt, ohne dass im restlichen Jahr Kapital gebunden wird.

Wie funktioniert das?

  • Keine Vorabinvestition: Boltainer kümmert sich um Installation, Wartung und Kundendienst.
  • Flexibel skalierbar: Die Kapazität kann je nach Bedarf monatlich erhöht oder verringert werden.
  • Intelligente Steuerung: Über unser Energiemanagementsystem wird die Batterie dort und dann eingesetzt, wo und wann es sich lohnt.
  • Transparente Kosten: ein fester monatlicher Betrag, der niedriger ist als die Kosten einer herkömmlichen Miete.

So wird die Batteriespeicherung genauso einfach und zugänglich wie ein Abonnement für Software oder Telekommunikationsdienste.

„Wir beseitigen die Hürde. Unternehmer wollen keine Batterie besitzen, sie wollen die Kontrolle über ihre Energie. Mit BAAS kümmern wir uns um alles – günstiger als Mieten und ohne Vorabinvestition.“ – de Jonge

Batterien als Schlüssel zur Energiewende

Der Bedarf ist groß. In den Niederlanden warten mittlerweile fast 12.000 Unternehmen und Haushalte auf einen Anschluss an das Stromnetz, was zu einer Verzögerung mit einem geschätzten wirtschaftlichen Wertverlust von 40 Milliarden Euro führt. Auch Solar- und Windparks kommen ins Stocken.

Das Marktforschungsinstitut DNE berichtete, dass der Markt für Batteriespeicher bis Ende 2024 auf 1,5 GWh anwachsen wird – mehr als eine Verdopplung gegenüber 2023.

Von der Pionierphase zur Ausweitung

Als Boltainer im Jahr 2022 an den Start ging, steckte der Markt noch in den Kinderschuhen, und Investitionen waren schwer zu rechtfertigen. Der Durchbruch gelang, als Boltainer nachweisen konnte, dass sich eine Batterie durch Energieeinsparungen und den Handel mit Strom innerhalb von fünf bis sechs Jahren amortisieren lässt.

Mitbegründer Kevin Dankers, Datenwissenschaftler an der TU Delft, hat ein Simulationsprogramm entwickelt, mit dem sich für jeden Kunden genau berechnen lässt, wie hoch die Einsparung oder der Ertrag ist. Dieses Modell wird nun standardmäßig im Vertriebsablauf eingesetzt.

Internationale Ambitionen

Boltainer beschäftigt mittlerweile zwanzig Mitarbeiter und verfügt über Teams in den Niederlanden, Polen und Indien. Der nächste Schritt ist die internationale Expansion.

Netzüberlastung ist kein niederländisches, sondern ein europäisches Problem. Dank unserer Kombination aus Hardware und Software können wir überall einen Mehrwert schaffen. Die Niederlande bleiben unser Heimatmarkt, aber wir richten unseren Blick ausdrücklich über die Grenzen hinaus. – de Jonge

Unsere Vision

Wir bei Boltainer sind davon überzeugt, dass Energie nicht nur ein Kostenfaktor, sondern eine Chance ist. Mit „Battery-as-a-Service“ untermauern wir diese Vision: Batterien, die nicht stillstehen, sondern kontinuierlich einen Mehrwert schaffen.

Flexibilität, Sicherheit und Rendite – ganz ohne Vorabinvestition. Das ist die Stärke von BAAS.